Fusion

Wichtige Informationen zur Fusion Volksbank Magstadt eG und Raiffeisenbank Weissach eG

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Volksbank Magstadt eG - Raiffeisenbank Weissach eG / Gremien entscheiden sich einstimmig für Fusionsgespräche

„Wir wollen für die Kunden die Bank vor Ort erhalten“

Magstadt / Weissach - 25. Oktober 2017 - Die Aufsichtsräte und Vorstände der Volksbank Magstadt eG sowie der Raiffeisenbank Weissach eG haben sich jeweils einstimmig für die Aufnahme von Fusionsgesprächen entschieden. Sofern in der ersten Jahreshälfte 2018 die Generalversammlung in Weissach sowie die Vertreterversammlung in Magstadt der Fusion zustimmen, soll diese rückwirkend zum 01. Januar 2018 umgesetzt werden.

Nach den Worten von Andreas Zeller, Vorstand der Volksbank Magstadt eG, haben die
beiden Banken bereits im Vorfeld dieser Entscheidung gemeinsam die wirtschaftliche
Ausgangslage der beiden Häuser sehr detailliert analysiert und bewertet. „Das
vorliegende Ergebnis zeigt, dass sich durch die angestrebte Fusion Chancen ergeben,
die jede Bank für sich alleine nicht hat.“ Nach Überzeugung der Verantwortlichen
besteht für die angestrebte neue Bank eine solide Zukunftsfähigkeit.

Kurze Wege und kompetente Ansprechpartner

Aufgrund des satzungsgemäßen Auftrags steht nach Aussage von Andreas Zeller die
wirtschaftliche Förderung der Mitglieder als zentrale Verpflichtung im Mittelpunkt aller
Überlegungen und Entscheidungen. „Die Mitglieder und Kunden beider Banken haben
sich bei der Wahl ihres Kreditinstitutes bewusst für eine kleinere Genossenschaftsbank
als Partner entschieden.“ Diesem Aspekt trage man mit der Fusionsabsicht der beiden
Häuser Rechnung. „Es ist für uns ein zentrales Anliegen, die Bank vor Ort für unsere
Mitglieder und Kunden zu bewahren.“

Laut Rainer Länder, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Weissach eG, will man
dafür Sorge tragen, dass in Zeiten, in denen viele Banken Filialen gerade in kleineren
Gemeinden schließen oder durch Geldautomaten ersetzen, kurze Entscheidungswege
und kompetente Gesprächspartner vor Ort erhalten bleiben. „Es ist deshalb auch unser
erklärter Wille, dass auch die neue Bank in Magstadt, Weissach und Nussdorf vor Ort
vertreten sein wird.“

Alternativen wurden geprüft

Im Vorfeld der Entscheidung der beiden Aufsichtsräte wurden auch andere Alternativen
durch die beiden Banken geprüft. Dabei ist man jeweils zu der Überzeugung
gekommen, dass die Interessen der Mitglieder und Kunden beider Häuser durch die
angestrebte Fusion besser vertreten werden, als beispielsweise durch das Aufgehen
der beiden Banken in größeren Konstellationen.

Neue Marktchancen und klare Einsparpotenziale

Beide Partner haben ihren Sitz im Landkreis Böblingen, der in seiner heutigen Form
seit 1973 und damit seit 44 Jahren als natürlich gewachsenes Marktgebiet besteht. Die
Geschäftsgebiete grenzen direkt aneinander und überschneiden sich teilweise.

Nach einem Zusammenschluss hätte die neue Bank über 5.500 Mitglieder und würde
eine Bilanzsumme von rund 232 Millionen Euro ausweisen. Das Eigenkapital würde
sich auf 22 Millionen Euro belaufen. Nach Worten von Andreas Zeller kann die neue
Bank aufgrund ihrer Eigenkapitalhöhe bereits vorhandene Anfragen von bestehenden
Kunden zukünftig eigenständig abwickeln und müsste diese nicht – wie bisher - an
Verbundpartner abgeben. „Dies würde zu einer Verbesserung der Einnahmen im
Verhältnis zu den Kosten beitragen“.

Synergieeffekte ergeben sich zudem nicht nur im Bereich der organisatorischen
Aufgaben, sondern auch bei den immer weiter wachsenden regulatorischen und
gesetzlich vorgegebenen Aufgaben.

Rückwirkender Beschluss angestrebt

Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass die beschlussfassende Vertreterversammlung
in Magstadt sowie die Generalversammlung in Weissach in der ersten Jahreshälfte
2018 tagen. Bei einer Zustimmung beider Versammlungen würde die Fusion
rückwirkend zum 01. Januar 2018 umgesetzt.

Ablauf und Zahlen zur Fusion

Fragen und Antworten

Warum wird eine Fusion notwendig? Können die Banken nicht eigenständig bleiben?

Wenn wir schauen, wie sich die Bankenlandschaft verändert hat, dann sehen wir, dass immer mehr Banken sich mit dem Thema Fusion beschäftigten. Der Hintergrund ist die seit Jahren anhaltende Niedrigzinsphase sowie der steigenden Kosten durch gesetzliche Vorgaben. Diese Entwicklungen treffen auch uns. Unser Ziel ist es, unter schwierigen Rahmenbedingungen für die Mitglieder und Kunden eine leistungsfähige Bank vor Ort zu bewahren. Das hat eine hohe Priorität. Deshalb wird jetzt auch eine Fusion zweier kleinerer Banken angestrebt, die dies dauerhaft sicherstellt.

Werden Arbeitsplätze abgebaut?

Nein. Es werden keine Arbeitsplätze abgebaut. Durch die Bündelung von internen Aufgaben entstehen vielmehr personelle und zeitliche Freiräume die auch für die Betreuung der Kunden genutzt werden können.

Behalte ich meine Kontonummer?

Wir werden natürlich versuchen die Veränderungen für alle Kunden so gering wie möglich zu halten. Ob und welche Änderungen sich ergeben lässt sich heute noch nicht sagen. Aber darüber werden Sie auf jeden Fall noch rechtzeitig informiert.

Was sagen unsere Aufsichtsräte zu der Fusion?

Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben sich einstimmig für die Fusion ausgesprochen. Auch sie sehen die angestrebte Fusion als sinnvollste Lösung für die Kunden und Mitglieder an.

Wann wird über die Fusion entschieden?

Der Zeitplan sieht vor, dass die beschlussfassende Vertreterversammlung in Magstadt sowie die Generalversammlung in Weissach in der ersten Jahreshälfte 2018 tagen. Bei einer Zustimmung beider Versammlungen würde die Fusion rückwirkend zum 01. Januar 2018 umgesetzt.

Hat die Frage nach einer Fusion mit einer großen Volksbank nie eine Rolle gespielt?

Natürlich haben beide Banken auch diese Möglichkeit geprüft. Es zeigt sich jedoch, dass die Bildung größerer Einheiten zu Konzentrationsprozessen führt und dabei auch immer wieder das Netz an Niederlassungen ausgedünnt wird. Dies trifft oftmals Filialen in kleineren Orten. Durch die Fusion zweier kleinerer Genossenschaftsbanken bietet sich uns die Chance, eine voll leistungsfähige Bank in Magstadt und Weissach zu erhalten.

Wo liegen die wirtschaftlichen Vorteile durch die Fusion?

Ein Vorteil ist die größere Eigenkapitalausstattung der neuen Bank. Da die Gesamtsumme der möglichen Kreditvergaben durch die Höhe des Eigenkapitals bestimmt wird, haben wir beispielsweise zukünftig die Möglichkeit, konkrete Anfragen von Kunden selbst zu bedienen. Bisher mussten wir diese Anfragen oft an Verbundpartner weiterreichen.

Bereits im Vorfeld der Entscheidung eine Fusion anzustreben haben wir gemeinsam die wirtschaftliche Ausgangslage der beiden Häuser sehr detailliert analysiert und bewertet. Das vorliegende Ergebnis zeigt, dass sich durch die angestrebte Fusion Chancen ergeben, die jede Bank für sich alleine nicht hat.

Werden denn tatsächlich Kosten eingespart? Die Fusion kostet schließlich auch Geld.

Durch die Fusion werden jährlich externe und interne Kosten eingespart. Viele organisatorische und gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben (Prüfungen, Dokumentationspflichten, Bilanzerstellungen, etc.) müssen bisher von beiden Banken und zukünftig nur noch einmal erledigt werden. Hinzu kommen Einsparungen durch die Bündelung interner Aufgaben. Dadurch wird das Verhältnis von Aufwand und Ertrag verbessert. Die Bank wird effizienter. Bei den Fusionskosten handelt es sich zudem um einmalige Aufwendungen, die wesentlich geringer sind als die Einsparungen, die sich ja jährlich ergeben.

Alle im Rahmen des Fusionsprozesses gestellten Fragen in einem Dokument

Fragen und Antworten zur Fusion